China und die Kunst des Wirtschaftskrieges
Mithin drängt sich der Eindruck auf, als ob man sich in Peking noch immer von den alten chinesischen Militärklassikern inspirieren ließe. Jene Werke von Tai Kung, Wei Liao Tzu und Sun Tzu, die vor hunderten von Jahren geschrieben wurden, bestechen dadurch, dass sie den Gegner eher durch Flexibilität, Schnelligkeit, Agententätigkeit und einem Minimum an offenem Kampf zu besiegen trachten. Statt sich durch ein großes Militäraufgebot wie das der USA beispielsweise in Afghanistan zu binden, nutzt China seine Beweglichkeit, und macht damit aus der Schwäche eine Tugend. [...]
Chinas Antwort ist, dass es den USA die offenen, blutigen Konflikte überlässt; es selber verlagert sich auf die wirtschaftliche Kriegsführung in deren Windschatten. Dabei nutzt es aus, dass sich die USA mit ihrem globalen „Krieg gegen den Terror“ allseits unbeliebt machen. Im Fokus der chinesischen Handlungen steht die Strategie, sich vor allem dort gut Freund zu machen, wo es um Öl geht. Da der amerikanischen „Krieg gegen den Terror“ im Großen und Ganzen ein Öl-Krieg ist – oder jedenfalls dort stattfindet, wo das Öl nicht weit zu suchen werden braucht –, fällt beides für die Chinesen derzeit ideal in Eins. [...]
Bloomberg: “Das Land sei bestrebt, die Ölversorgung zu diversifizieren. Zugang zu Vorkommen im Nahen Osten und in Afrika werden ohne Zweifel die Energiesicherheit verbessern, sagte Jiang Xinmin, Energieexperte bei der Nationalen Kommission für Planung und Entwicklung, der obersten Planungsbehörde in Peking.” Darüber unterschreibt China langfristige Verträge im Iran, wie beispielsweise durch die China National Petroleum Company, die für 5 Milliarden US-Dollar Förderrechte im South Pars-Erdgasfeld erwarb. [...]
Michael Wines stellt für die New York Times diesbezüglich fest: “While the United States spends hundreds of billions of dollars fighting the Taliban and Al Qaeda here, China is securing raw material for its voracious economy. The world’s superpower is focused on security. Its fastest rising competitor concentrates on commerce.” [...]
Bill Murphy, Vorsitzender des Gold Anti-Trust Action Committee, schätzte das chinesische Engagement auf dem Goldmarkt wie folgt ein, als er von MMNews dazu befragt wurde: “According to my sources, China will be in the market for years to come and will be buying in size and as quietly as possible.” [...]
Weiterlesen / Originalquelle
Chinas Antwort ist, dass es den USA die offenen, blutigen Konflikte überlässt; es selber verlagert sich auf die wirtschaftliche Kriegsführung in deren Windschatten. Dabei nutzt es aus, dass sich die USA mit ihrem globalen „Krieg gegen den Terror“ allseits unbeliebt machen. Im Fokus der chinesischen Handlungen steht die Strategie, sich vor allem dort gut Freund zu machen, wo es um Öl geht. Da der amerikanischen „Krieg gegen den Terror“ im Großen und Ganzen ein Öl-Krieg ist – oder jedenfalls dort stattfindet, wo das Öl nicht weit zu suchen werden braucht –, fällt beides für die Chinesen derzeit ideal in Eins. [...]
Bloomberg: “Das Land sei bestrebt, die Ölversorgung zu diversifizieren. Zugang zu Vorkommen im Nahen Osten und in Afrika werden ohne Zweifel die Energiesicherheit verbessern, sagte Jiang Xinmin, Energieexperte bei der Nationalen Kommission für Planung und Entwicklung, der obersten Planungsbehörde in Peking.” Darüber unterschreibt China langfristige Verträge im Iran, wie beispielsweise durch die China National Petroleum Company, die für 5 Milliarden US-Dollar Förderrechte im South Pars-Erdgasfeld erwarb. [...]
Michael Wines stellt für die New York Times diesbezüglich fest: “While the United States spends hundreds of billions of dollars fighting the Taliban and Al Qaeda here, China is securing raw material for its voracious economy. The world’s superpower is focused on security. Its fastest rising competitor concentrates on commerce.” [...]
Bill Murphy, Vorsitzender des Gold Anti-Trust Action Committee, schätzte das chinesische Engagement auf dem Goldmarkt wie folgt ein, als er von MMNews dazu befragt wurde: “According to my sources, China will be in the market for years to come and will be buying in size and as quietly as possible.” [...]
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